# Ab wie vielen Mitarbeitern kann ich eine bKV abschließen?

> Eine gesetzliche Mindestzahl an Mitarbeitern für die bKV gibt es nicht. Die Grenze setzt jeder Versicherer selbst: Bei Signal Iduna reichen drei Köpfe, andere wollen fünf oder zehn. Welcher Anbieter ab wann startet und was du mit einem kleinen Team tun kannst.

Kategorie: Für Arbeitgeber · 26. Juni 2026 · 9 Min. Lesezeit · Autor: Patrick Steeger (Brandbenefits GmbH)

## Brauchst du eine bestimmte Mitarbeiterzahl für eine bKV?

Eine gesetzliche Mindestzahl an Mitarbeitern für eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) gibt es nicht. Der Gesetzgeber schreibt dir nicht vor, ab wann du deinem Team einen Gesundheitsschutz schenken darfst. Die Hürde setzen die Versicherer selbst, und zwar in ihren Annahmerichtlinien.

Genau das macht die Frage so knifflig. Jeder Anbieter zieht seine eigene Grenze, und diese Grenzen liegen weit auseinander. Bei einem Versicherer reichen drei Personen. Beim nächsten brauchst du zehn. Einzelne Tarife gibt es sogar schon für einen einzigen Mitarbeiter, dann allerdings unter anderen Bedingungen.

Die betriebliche Krankenversicherung ist eine Zusatzversicherung, die du als Arbeitgeber für deine Belegschaft abschließt und meist auch bezahlst. Deine Leute bekommen damit Leistungen, die die gesetzliche Krankenkasse nicht abdeckt. Dazu zählen Zuschüsse für Brille, Zahnersatz, Heilpraktiker oder Vorsorge. Wie viele Köpfe du dafür mitbringen musst, klären wir jetzt Anbieter für Anbieter.

## Warum verlangen Versicherer überhaupt eine Mindestzahl?

Versicherer verlangen eine Mindestzahl, weil die bKV auf dem Kollektivgedanken beruht. Du versicherst nicht einzelne Personen, sondern eine ganze Gruppe. Innerhalb dieser Gruppe gleichen sich gesunde und kranke Mitarbeiter rechnerisch aus.

Damit dieser Ausgleich funktioniert, braucht der Versicherer eine Mindestgröße. Bei zwei Personen kann ein einziger schwerer Krankheitsfall die ganze Kalkulation kippen. Bei zehn oder zwanzig Personen verteilt sich das Risiko. Dann kann der Versicherer auf die Gesundheitsprüfung verzichten, und dieser Verzicht ist der eigentliche Grund, warum die bKV für deine Mitarbeiter so attraktiv ist.

Je größer deine Gruppe, desto entspannter wird der Versicherer. Das zeigt sich an mehreren Stellschrauben, die du kennen solltest. Schauen wir uns an, was sich mit wachsender Mitarbeiterzahl für dich verbessert:

- Gesundheitsprüfung: In kleinen Gruppen stellt der Versicherer oft noch ein paar Gesundheitsfragen, in größeren Gruppen entfallen sie komplett.
- Teilnahmequote: Unter zehn Mitarbeitern wollen viele Anbieter, dass wirklich jeder aus der Gruppe mitmacht. Ab zehn sinkt die geforderte Quote oft auf 80 bis 90 Prozent.
- Wartezeiten: Größere Kollektive bekommen die Leistungen häufiger sofort, ohne anfängliche Sperrfristen für teure Behandlungen.
- Budgethöhe: Einige Anbieter öffnen die hohen Budgetstufen erst ab einer bestimmten Gruppengröße.
Gerade kleine Betriebe denken oft, eine bKV sei nichts für sie. Dabei reichen bei Signal Iduna schon drei Mitarbeiter, und dein Team merkt sofort, dass du dich kümmerst.

Patrick Steeger, bKV-Experte

## Welcher Anbieter startet ab wie vielen Mitarbeitern?

Den günstigsten Einstieg bietet Signal Iduna mit drei Mitarbeitern. Das obere Ende bilden Hallesche und DKV mit zehn. Dazwischen liegt eine breite Gruppe, die ab fünf Mitarbeitern arbeitet, darunter Allianz und HanseMerkur.

Diese Grenzen beziehen sich auf den klassischen Kollektivvertrag, bei dem du als Arbeitgeber die Beiträge zahlst. Sie können sich je nach Tarif und Vertragsmodell leicht verschieben, geben dir aber eine verlässliche Orientierung. Schauen wir uns die Mindestzahlen der wichtigsten Anbieter samt einem echten Budgettarif an:

AnbieterMindestzahlBeispieltarif (300 € Budget)Monatsbeitrag[Signal Iduna](/anbieter/signal-iduna/)ab 3 MAGesundAKTIV+ 300 €13,00 €[Allianz](/anbieter/allianz/)ab 5 MAMeine Gesundheit 300 €13,90 €[HanseMerkur](/anbieter/hansemerkur/)ab 5 MABKB 300 €9,90 €[Gothaer](/anbieter/gothaer/)ab 5 MAMediGroupAG FlexSelect 300 €9,90 €[Hallesche](/anbieter/hallesche/)ab 10 MAFEELfree 300 €9,95 €[DKV](/anbieter/dkv/)ab 10 MABonusMed Budget 300 €15,68 €[Barmenia](/anbieter/barmenia/)ab 10 MAWellYou pure 300 €13,40 €[Nürnberger](/anbieter/nuernberger/)ab 10 MABudgetSelect 300 (ohne Zahnersatz)11,70 €Die Beiträge gelten pro Mitarbeiter und Monat. Du siehst, dass eine hohe Mindestzahl nicht zwangsläufig teurer ist. Die Hallesche verlangt zehn Mitarbeiter, kostet aber mit 9,95 € weniger als die Allianz, die schon ab fünf startet.

## Was bietet Signal Iduna ab drei Mitarbeitern?

Signal Iduna ist der Anbieter mit der niedrigsten Einstiegshürde im Vergleich. Schon ab drei Mitarbeitern kannst du dort einen Kollektivvertrag abschließen. Damit ist der Anbieter besonders für kleine Handwerksbetriebe, Praxen und junge Firmen interessant.

Der Tarif GesundAKTIV+ deckt die wichtigsten Budgetstufen ab. Mit drei versicherten Köpfen steigst du in ein vollwertiges Kollektiv ein, bei dem der Versicherer die Risiken über die Gruppe ausgleicht. Du musst also nicht erst auf zehn Mitarbeiter warten, um deinem Team einen echten Gesundheitsschutz zu geben.

Beispiel: Bei Signal Iduna kostet der Tarif GesundAKTIV+ mit 300 € Budget 13,00 € pro Monat und Mitarbeiter. Für ein Team aus drei Personen zahlst du also 39,00 € im Monat.

Wenn du noch unsicher bist, welche Budgethöhe zu deinem Team passt, lohnt ein Blick in den kostenlosen [bKV-Tarifcheck](/tarifcheck/). Dort beantwortest du ein paar Fragen und bekommst passende Tarife vorgeschlagen.

iMindestzahl ist AnbietersacheSuchst du nach dem einen gesetzlichen Grenzwert, suchst du vergeblich. Maßgeblich ist immer die Annahmerichtlinie des jeweiligen Versicherers, nicht das Gesetz.

## Worin unterscheiden sich Kollektivvertrag und Einzelabschluss?

Der Kollektivvertrag versichert deine ganze Gruppe in einem Vertrag, der Einzelabschluss versichert jeden Mitarbeiter für sich. Dieser Unterschied entscheidet darüber, ob die Gesundheitsprüfung entfällt und ab wie vielen Köpfen du überhaupt loslegen kannst.

Beim Kollektivvertrag trittst du als Arbeitgeber dem Versicherer gegenüber als ein einziger Vertragspartner auf. Deine Mitarbeiter sind über deinen Rahmenvertrag mitversichert. Genau dieses Modell erlaubt den Verzicht auf die Gesundheitsprüfung, sobald die Gruppe groß genug ist. Die Mindestzahlen aus der Tabelle oben beziehen sich auf dieses Modell.

Beim Einzelabschluss schließt jeder Mitarbeiter seinen eigenen Vertrag, oft mit Gesundheitsfragen und einer normalen Risikoprüfung wie bei einer privaten Zusatzversicherung. Das funktioniert theoretisch ab einer Person, hat aber Nachteile. Schauen wir uns an, wo die beiden Modelle auseinandergehen:

ModellKollektivvertragEinzelabschlussMindestzahlmeist ab 3 bis 10 Mitarbeiternschon ab einer PersonGesundheitsprüfungentfällt ab einer bestimmten Gruppengrößejeder wird einzeln geprüftVorerkrankungenchronisch Kranke kommen mit reinkönnen abgelehnt werdenVerwaltungein Rahmenvertragviele EinzelverträgeWie sich die bKV danach in der Gehaltsabrechnung verbucht, liest du im Beitrag zur [bKV in der Lohnbuchhaltung](/blog/bkv-lohnbuchhaltung/).

## Wie hängen Gruppengröße und Verzicht auf die Gesundheitsprüfung zusammen?

Je größer deine Gruppe, desto eher verzichtet der Versicherer auf die Gesundheitsprüfung und auf Fragen nach Vorerkrankungen. Bei sehr kleinen Gruppen sichert sich der Versicherer dagegen oft mit ein paar vereinfachten Gesundheitsfragen ab.

Der Hintergrund ist wieder der Risikoausgleich. In einer großen Belegschaft tragen viele gesunde Mitarbeiter das Risiko der wenigen kranken mit. In einer Dreiergruppe fehlt dieser Puffer. Deshalb fragt der Versicherer hier genauer nach oder verlangt, dass wirklich alle drei mitmachen. Diese verpflichtende Teilnahme nennt sich obligatorisches Modell.

Beim obligatorischen Modell versicherst du eine klar abgegrenzte Gruppe vollständig, etwa alle unbefristet Vollzeitbeschäftigten. Die Gruppe musst du nach sachlichen Kriterien bilden, die niemanden benachteiligen (§ 1 AGG). Im Gegenzug gibt es keine Gesundheitsprüfung. Beim freiwilligen Modell darf jeder selbst entscheiden. Dann steigt aber die Wahrscheinlichkeit, dass vor allem kranke Mitarbeiter mitmachen, weshalb hier eher Gesundheitsfragen kommen.

So ändern sich die geforderten Teilnahmequoten häufig mit der Gruppengröße. Diese Daumenregeln helfen dir bei der Einschätzung:

Bis 9 MitarbeiterViele Versicherer verlangen im obligatorischen Modell 100 Prozent Teilnahme. Es muss also wirklich jeder aus der abgegrenzten Gruppe mitmachen.Ab 10 MitarbeiterDie geforderte Quote sinkt häufig auf 80 bis 90 Prozent. Einzelne Mitarbeiter dürfen dann ablehnen, ohne dass der Vertrag kippt.Große KollektiveHier sind teils noch niedrigere Quoten und volle Budgetstufen möglich, weil sich das Risiko über sehr viele Köpfe verteilt.iFreigrenze, nicht FreibetragBei der 50-Euro-Grenze zählt jeder Cent darüber. Sobald der Sachbezug 50,01 € erreicht, wird nicht nur der Überschuss, sondern der gesamte Betrag steuerpflichtig.

## Was kannst du mit weniger als fünf Mitarbeitern tun?

Mit weniger als fünf Mitarbeitern hast du drei realistische Wege: den Einstieg bei Signal Iduna ab drei Köpfen, einen Einzelabschluss mit Gesundheitsprüfung oder das Warten, bis dein Team gewachsen ist. Für die meisten kleinen Firmen ist der Weg über Signal Iduna der einfachste.

Hast du nur einen oder zwei Mitarbeiter, bleibt der Einzelabschluss. Der läuft mit Gesundheitsfragen, dafür kannst du ihn steuerlich genauso behandeln wie das Kollektiv. Solange der monatliche Wert der bKV pro Mitarbeiter unter der Freigrenze von 50 € bleibt, ist der Beitrag steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). Diese Grenze gilt seit 2022 unverändert auch 2026.

Wichtig dabei ist der Unterschied zwischen Freigrenze und Freibetrag. Liegst du auch nur einen Cent über 50 €, wird der ganze Betrag steuerpflichtig. Bei einem Budgettarif für 13,90 € im Monat bist du davon weit entfernt. Du hast also viel Luft nach oben. Wie die vier Versteuerungsmodelle genau funktionieren, erklärt der Beitrag zu [bKV und Steuer](/blog/bkv-steuer-sachbezug/).

Beispiel: Eine Firma mit zwei Mitarbeitern wählt die HanseMerkur mit dem Tarif BKB und 300 € Budget für 9,90 € pro Monat und Person. Das macht 19,80 € Monatskosten für beide und bleibt klar unter der 50-Euro-Grenze pro Kopf.

Wächst dein Team auf fünf oder mehr Köpfe, öffnet sich der ganze Markt. Dann lohnt es sich, mehrere Anbieter nebeneinanderzulegen. Genau dafür gibt es den [Tarifvergleich](/vergleich/), mit dem du bis zu drei Anbieter direkt gegenüberstellst.

## Wie findest du den passenden Anbieter für deine Größe?

Den passenden Anbieter findest du, indem du zuerst deine Mitarbeiterzahl mit den Mindestgrenzen abgleichst und danach Budget und Leistungen vergleichst. Die Mindestzahl ist nur der erste Filter, danach entscheiden Beitrag und Leistungsumfang.

Hast du drei oder vier Mitarbeiter, fällt deine Wahl realistisch auf Signal Iduna oder einen Einzelabschluss. Ab fünf kommen unter anderem Allianz, HanseMerkur und Gothaer dazu. Ab zehn steht dir mit Hallesche, DKV, Barmenia und Nürnberger praktisch das gesamte Feld offen.

Erst danach lohnt der Blick auf die Details. Zwei Tarife mit gleichem Budget können sich beim Beitrag deutlich unterscheiden. Schauen wir uns an, worauf du nach der Mindestzahl achten solltest:

- Budgethöhe: Reichen 300 € im Jahr pro Kopf, oder soll es mehr für Zahnersatz und Sehhilfen sein?
- Leistungen: Sind Zahnersatz, Heilpraktiker und Vorsorge im Budget enthalten oder kosten sie extra?
- Beitrag pro Kopf: Rechne den Monatsbeitrag auf deine gesamte Belegschaft hoch.
- Teilnahmemodell: Passt das obligatorische oder das freiwillige Modell besser zu deinem Team?
Einen vollständigen Überblick über alle Tarife bekommst du in der [Übersicht aller bKV-Budgettarife](/tarife/). Wenn du tiefer in die Grundlagen einsteigen willst, hilft dir der Bereich [bKV-Wissen](/wissen/) weiter. Und falls du die Einführung im Betrieb planst, lies den Leitfaden zum [bKV einführen als Arbeitgeber](/blog/bkv-einfuehren-arbeitgeber/).

## Häufige Fragen

### Ab wie vielen Mitarbeitern ist eine bKV möglich?

Eine gesetzliche Mindestzahl gibt es nicht, die Grenze setzt der jeweilige Versicherer. Signal Iduna startet bereits ab drei Mitarbeitern, Allianz und HanseMerkur ab fünf, Hallesche und DKV ab zehn. Mit weniger Mitarbeitern bleibt der Einzelabschluss mit Gesundheitsprüfung.

### Kann ich eine bKV auch für einen einzelnen Mitarbeiter abschließen?

Ja, aber nicht als klassischer Kollektivvertrag. Für einen einzelnen Mitarbeiter brauchst du einen Einzelabschluss, bei dem der Versicherer Gesundheitsfragen stellt. Steuerlich bleibt der Beitrag bis 50 € im Monat trotzdem frei (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG).

### Entfällt bei der bKV immer die Gesundheitsprüfung?

Nicht immer. Im Kollektivvertrag entfällt sie, sobald die Gruppe groß genug ist, weil sich das Risiko über alle Mitarbeiter ausgleicht. Bei sehr kleinen Gruppen oder beim Einzelabschluss stellt der Versicherer dagegen oft vereinfachte Gesundheitsfragen.

### Was bedeutet das obligatorische Modell bei der bKV?

Beim obligatorischen Modell versicherst du eine klar abgegrenzte Gruppe vollständig, etwa alle unbefristet Vollzeitbeschäftigten. Die Gruppe musst du nach sachlichen Kriterien bilden, die niemanden benachteiligen (§ 1 AGG). Im Gegenzug verzichtet der Versicherer auf die Gesundheitsprüfung.

### Müssen ab zehn Mitarbeitern alle teilnehmen?

Nein. Bis neun Mitarbeiter verlangen viele Versicherer im obligatorischen Modell 100 Prozent Teilnahme. Ab zehn Mitarbeitern sinkt die geforderte Quote häufig auf 80 bis 90 Prozent, sodass nicht mehr zwingend jeder mitmachen muss.

### Welcher Anbieter hat die niedrigste Mindestmitarbeiterzahl?

Im Vergleich hat Signal Iduna mit drei Mitarbeitern die niedrigste Hürde. Der Tarif GesundAKTIV+ kostet mit 300 € Budget 13,00 € pro Monat und Mitarbeiter. Damit eignet sich der Anbieter besonders für kleine Handwerksbetriebe und junge Firmen.

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Quelle: https://bkv-budgettarife.de/blog/bkv-ab-wie-vielen-mitarbeitern/ · bKV-Budgettarife.de (Brandbenefits GmbH)
