Wissen & Ratgeber
Grundlagen, Steuer und Methodik — kompakt erklärt.
Der Arbeitgeber schließt einen Gruppenvertrag ab und finanziert pro Mitarbeitendem ein jährliches Gesundheitsbudget. Die Mitarbeitenden reichen Rechnungen ein und erhalten Leistungen bis zur Budgetgrenze erstattet — flexibel über mehrere Leistungsbereiche.
Die bKV gilt als Sachbezug, wenn der Arbeitgeber Versicherungsnehmer ist (BFH-Urteile VI R 13/16 & VI R 16/17, 2018; BMF-Schreiben 15.03.2022). Bis 50 € pro Monat ist sie steuer- und sozialabgabenfrei (Freigrenze, kein Freibetrag — bei Überschreiten wird der gesamte Betrag pflichtig). Über 50 € ist eine Pauschalbesteuerung nach §40 EStG (sozialabgabenfrei, i. d. R. ab 20 MA) oder §37b EStG (30 %, sozialabgabenpflichtig) möglich.
Unser Leistungs-Score misst den Anteil der abgedeckten Leistungsbereiche (Zahn, Sehhilfen, Heilpraktiker, Vorsorge, Familie, Assistance u. a.) über alle Budgettarife eines Anbieters — datenbasiert und nachvollziehbar. Er ist ausdrücklich kein Nutzer-Rating; ein Bewertungssystem, bei dem Unternehmen Anbieter bewerten, folgt.
Bei einem bKV-Budgettarif stellt der Arbeitgeber jedem Mitarbeitenden ein festes jährliches Gesundheitsbudget (z. B. 300–1.500 €) zur Verfügung, das flexibel für Leistungen wie Zahn, Sehhilfen, Heilpraktiker oder Vorsorge genutzt werden kann — meist ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeit.
Je nach Budgethöhe und Leistungsumfang liegen die Beiträge meist zwischen rund 6 € und 65 € pro Mitarbeiter und Monat. Höhere Budgets und Premium-Leistungen (z. B. Zahnersatz, stationär) kosten mehr.
Als Sachbezug ist die bKV bis zur 50-€-Freigrenze pro Monat steuer- und sozialabgabenfrei — Voraussetzung: der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer. Über 50 € ist eine Pauschalbesteuerung nach §40 EStG möglich (sozialabgabenfrei, i. d. R. ab 20 MA).
Bei arbeitgeberfinanzierten Kollektivtarifen entfällt die Gesundheitsprüfung in der Regel — auch Vorerkrankungen sind mitversichert.
Bei vielen Anbietern ja, gegen eigenen Beitrag und ebenfalls ohne Gesundheitsprüfung. In unserer Übersicht ist je Anbieter vermerkt, ob eine Familienmitversicherung möglich ist.