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Bei der betrieblichen Krankenversicherung stellt sich schnell eine Geldfrage. Kommt dein Budget voll beim Team an oder schmälern Steuern und Beiträge den Vorteil?
Die Antwort hängt an der richtigen Versteuerung. Als Sachbezug bleibt der Beitrag bis 50 Euro im Monat abgabenfrei, darüber entscheiden drei Wege über das Netto.
Nettolohnversteuerung beschreibt, wie viel von einer Zuwendung nach Steuern und Sozialabgaben beim Mitarbeiter ankommt. Bei der betrieblichen Krankenversicherung entscheidet dieser Punkt darüber, ob dein Budget in Gesundheitsleistungen fließt oder zu großen Teilen an Finanzamt und Sozialkassen geht.
Der Gedanke hinter der Nettolohnoptimierung bleibt schlicht. Du gibst deinem Team einen Vorteil, der beim Empfänger abgabenfrei ankommt. Eine klassische Gehaltserhöhung wird dagegen beim Auszahlen spürbar gekürzt.
Als Sachbezug behandelt, bleibt der bKV-Beitrag bis zu einer festen Grenze steuer- und sozialabgabenfrei (§ 8 Abs. 2 EStG). Aus diesem Mechanismus entsteht der Netto-Vorteil, den viele Arbeitgeber bei der bKV als Budgettarif suchen.
Wer die bKV als Sachbezug aufsetzt, verschenkt keinen Cent an Abgaben. Das gleiche Budget wirkt beim Team deutlich stärker als eine Erhöhung auf dem Gehaltszettel.
Patrick Steeger, bKV-Experte
Ein Sachbezug ist eine geldwerte Leistung, die du zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn gewährst. Für die bKV heißt das, du zahlst den Beitrag an den Versicherer und der Mitarbeiter erhält den Versicherungsschutz als Sachleistung.
Bis zu 50 Euro im Monat je Person bleibt dieser Sachbezug steuer- und sozialabgabenfrei (§ 8 Abs. 2 EStG). Wichtig ist die Abgrenzung zum Barlohn. Zahlst du den Betrag aus, damit der Mitarbeiter selbst eine Police abschließt, greift die Freigrenze nicht.
Bei den 50 Euro gilt eine Freigrenze. Überschreitet die Summe aller Sachbezüge diese Grenze auch nur um einen Cent, wird der gesamte Betrag steuer- und beitragspflichtig. Andere Sachbezüge im selben Monat zählst du daher mit.
Der Abstand zwischen Gehaltserhöhung und bKV zeigt sich erst nach Abzug von Steuern und Beiträgen. Auf dem Papier klingen 50 Euro mehr Gehalt attraktiv, auf dem Konto bleibt davon nur ein Teil.
Eine Gehaltserhöhung hebt das Bruttoeinkommen an. Darauf fallen Lohnsteuer und der Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung an, sodass je nach Steuerklasse grob die Hälfte übrig bleibt. Der bKV-Beitrag innerhalb der Freigrenze kommt dagegen ungekürzt als Leistung an.
Das folgende Beispiel rechnet mit 50 Euro monatlich und dient der Veranschaulichung, die tatsächlichen Werte hängen von Steuerklasse und Beitragssätzen ab.
| Zuwendung | Wirkung fürs Team | Wirkung fürs Unternehmen |
|---|---|---|
| Gehaltserhöhung 50 Euro brutto | rund 25 bis 30 Euro netto | 50 Euro plus Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung |
| bKV als Sachbezug 50 Euro | 50 Euro Gesundheitsleistung ohne Abzug | 50 Euro ohne zusätzlichen Arbeitgeberanteil |
Die Differenz erklärt den Reiz der Nettolohnoptimierung. Für den gleichen Aufwand landet beim Mitarbeiter ungefähr das Doppelte an Wert. Wie hoch der Beitrag je Tarif ausfällt, zeigt dir Was kostet die bKV pro Monat, einen direkten Leistungsüberblick bietet der Tarifvergleich.
Manche Arbeitgeber möchten mehr als 50 Euro im Monat einsetzen oder gewähren zusätzliche Sachbezüge, die die Freigrenze sprengen. Dann wird der Beitrag steuerpflichtig, doch du kannst die Steuer selbst übernehmen.
Über die Pauschalversteuerung nach § 40 Abs. 1 EStG trägst du als Arbeitgeber die Lohnsteuer mit einem individuellen Pauschsteuersatz. Diesen Satz ermittelt das Finanzamt auf deinen Antrag hin, er richtet sich nach den Verhältnissen deiner Belegschaft.
Für das Team bleibt die Leistung damit ohne eigenen Lohnsteuerabzug. Die sozialversicherungsrechtliche Behandlung prüft deine Lohnbuchhaltung gesondert, weil Pauschalsteuer und Beitragspflicht getrennt zu betrachten sind.
Neben § 40 EStG steht ein weiterer Weg offen. Nach § 37b EStG kannst du Sachzuwendungen pauschal mit 30 Prozent versteuern und den Aufwand vollständig übernehmen.
Diese Pauschalierung gilt bis zu einem Höchstbetrag von 10.000 Euro je Empfänger im Jahr und setzt voraus, dass die Zuwendung zusätzlich zum Arbeitslohn erfolgt (§ 37b EStG). Beachte, dass die Beiträge hier sozialversicherungspflichtig bleiben, während sie innerhalb der 50-Euro-Freigrenze frei sind.
Damit du die Wege nebeneinander siehst, fasst die folgende Übersicht ihre Wirkung zusammen.
| Versteuerung | Wirkung |
|---|---|
| Sachbezug bis 50 Euro (§ 8 Abs. 2 EStG) | steuer- und sozialabgabenfrei, Freigrenze je Monat und Person |
| Pauschal nach § 40 Abs. 1 EStG | Arbeitgeber trägt die Lohnsteuer zum individuellen Pauschsteuersatz |
| Pauschal nach § 37b EStG | 30 Prozent Pauschalsteuer, Beiträge bleiben sozialversicherungspflichtig |
| Individualversteuerung | Mitarbeiter trägt Lohnsteuer und Sozialabgaben selbst |
Manche Betriebe lassen den Vorteil lieber vom Mitarbeiter versteuern. In diesem Fall trägt der Empfänger den geldwerten Vorteil selbst.
Bei der Individualversteuerung läuft der Beitrag über den normalen Lohnsteuerabzug und erhöht die Bemessungsgrundlage für die Sozialabgaben (§ 8 Abs. 2 EStG). Für den Mitarbeiter sinkt dadurch das Netto, der Leistungsumfang der Versicherung bleibt voll erhalten.
Dieser Weg lohnt vor allem, wenn der Beitrag deutlich über der Freigrenze liegt und eine Pauschalierung im Einzelfall teurer ausfiele. Welcher Tarif zu deinem Budget passt, klärst du am schnellsten über den Tarifcheck.
In der Praxis fahren die meisten Betriebe mit dem Sachbezug bis 50 Euro am besten. Erst bei höheren Budgets lohnt der Blick auf die Pauschalierung.
Patrick Steeger, bKV-Experte
Damit die Vorteile greifen, muss die Abrechnung sauber laufen. Die Einordnung als Sachbezug steht und fällt mit der richtigen Dokumentation in der Lohnabrechnung.
Behalte die Freigrenze über alle Sachbezüge hinweg im Blick und stimme die Versteuerung früh mit deinem Steuerberater ab. Die folgenden Punkte helfen deiner Lohnbuchhaltung beim Aufsetzen.
Steuerliche Fragen im Einzelfall gehören in die Hand deines Steuerberaters, weil die Wirkung von Steuerklasse und weiteren Zuwendungen abhängt. Wie du die Einführung Schritt für Schritt planst, zeigt dir bKV einführen als Arbeitgeber.
Finde den passenden bKV-Budgettarif für dein Unternehmen.
Steigt der bKV-Beitrag über die Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro im Monat, kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer pauschal übernehmen. Was hinter § 40 Abs. 1 EStG steckt, wie der Pauschsteuersatz beantragt wird und was das für die Sozialversicherung bedeutet.
Liegt der bKV-Beitrag über der Freigrenze von 50 Euro, kannst du ihn mit einem festen Satz von 30 Prozent nach § 37b EStG pauschal versteuern. Der Beitrag bleibt dabei in der Sozialversicherung beitragspflichtig, was diesen Weg von der Pauschalierung nach § 40 EStG unterscheidet.
Bei der Individualversteuerung wird der Beitrag zur betrieblichen Krankenversicherung dem Bruttolohn zugerechnet und ganz normal über die Lohnabrechnung versteuert. Ab dem ersten Cent über der Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro fallen für deinen Mitarbeiter Lohnsteuer und Sozialabgaben an.

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Persönlich begleitet von Patrick Steeger, zwölf Jahre bKV-Erfahrung