244 Budgettarife von 21 Anbietern, neutral & datenbasiert.
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BarmeniaScore 9,0 · 3 Tarife
HanseMerkurScore 9,0 · 24 Tarife
AllianzScore 8,7 · 60 Tarife
HallescheScore 8,5 · 20 Tarife
SDKScore 8,5 · 3 Tarife
R+VScore 8,5 · 5 Tarife
Signal IdunaScore 8,5 · 15 Tarife
AXAScore 8,3 · 15 Tarife244 Budgettarife von 21 Anbietern, neutral & datenbasiert.
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Die häufigsten Auslöser für einen Wechsel der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) sind eine Beitragserhöhung und ein Leistungspaket, das nicht mehr zum Unternehmen passt. Eine bKV ist eine vom Arbeitgeber finanzierte Krankenzusatzversicherung für die Belegschaft. Du zahlst die Beiträge, deine Mitarbeiter bekommen Leistungen wie Zahnersatz, Sehhilfen und Vorsorge.
Wenn der Beitrag steigt oder das Budget hinter dem Wettbewerb zurückbleibt, gerät der bestehende Vertrag auf den Prüfstand. 2026 trifft das viele Firmen ganz real. Die R+V hat ihren Budgettarif Profil zum 1. Januar 2026 von 13,31 € auf 15,25 € pro Mitarbeiter angehoben. Bei der Gothaer gab es für einzelne Tarife Aufschläge von bis zu 50 Prozent.
Wenn dein Sachbezug dadurch über die steuerfreie Grenze rutscht, wird aus einem schlanken Benefit ein Kostenproblem. Manche Gründe für einen Wechsel zeigen sich erst im Alltag, wenn Mitarbeiter Leistungen abrufen wollen.
Bevor du den Vertrag kündigst, lohnt ein nüchterner Blick auf die Zahlen. Wie du eine angekündigte Erhöhung einordnest, liest du im Detail im Beitrag bKV-Beitragserhöhung.
Eine Beitragserhöhung rechtfertigt den Wechsel dann, wenn ein vergleichbarer Tarif bei einem anderen Anbieter dauerhaft günstiger ist oder mehr Budget zum gleichen Preis bietet. Eine einmalige kleine Anpassung ist normal. Springt der Beitrag aber um 30 oder 50 Prozent, ist das ein Signal, dass der Tarif zu knapp kalkuliert war.
Die Ursache liegt oft in der Tarifgestaltung. Budgettarife ohne Sublimits, also ohne Höchstgrenzen pro Leistungsart, werden häufig stärker genutzt als gedacht. Das treibt die Schadenquote und damit den Beitrag. Anbieter mit vorsichtiger Kalkulation und sauberen Sublimits bleiben dagegen stabiler. Die Hallesche hält ihren Tarif FEELfree seit der Einführung 2018 beim Beitrag konstant.
Schauen wir uns an, wie groß die Beitragsunterschiede beim gleichen Budget tatsächlich sind. Die folgenden Zahlen stammen aus echten bKV-Budgettarifen für 600 € Jahresbudget:
| Anbieter | Tarif | Jahresbudget | Beitrag pro Monat |
|---|---|---|---|
| HanseMerkur | BKB 600 | 600 € | 17,90 € |
| Hallesche | FEELfree 600 | 600 € | 19,75 € |
Schon zwischen zwei Anbietern mit identischem Budget liegen fast 2 € pro Mitarbeiter und Monat. Bei 30 Mitarbeitern summiert sich allein dieser Unterschied auf rund 666 € im Jahr. Über mehrere Anbieter hinweg wird die Spanne noch deutlich größer.
Beispiel: Steigt dein R+V-Profil für 300 € Budget auf 15,25 € und du wechselst zur HanseMerkur BKB 300 mit 300 € Budget für 9,90 €, sparst du pro Kopf 5,35 € im Monat, ohne das Budget zu senken. Eine schnelle Gegenüberstellung deiner Optionen liefert der Tarifvergleich.
Der Verzicht auf die Gesundheitsprüfung ist beim Wechsel deine wichtigste Verhandlungsbasis. Lass ihn dir immer schriftlich in den neuen Gruppenvertrag schreiben, dann fällt dir kein Mitarbeiter durchs Raster.
Patrick Steeger, bKV-Experte
Bei einem arbeitgeberfinanzierten Gruppenvertrag droht keine neue Gesundheitsprüfung, weil der Versicherer im Gruppenvertrag darauf verzichtet. Das ist der zentrale Vorteil der bKV gegenüber einer privaten Zusatzversicherung. Bei der vom Arbeitgeber bezahlten bKV entfällt die Gesundheitsprüfung vollständig, und in den meisten Tarifen gibt es auch keine Wartezeiten.
Genau dieser Verzicht greift auch beim Anbieterwechsel, solange der gesamte Kollektivvertrag wechselt und du als Arbeitgeber Versicherungsnehmer bleibst. Der neue Versicherer übernimmt deine Belegschaft als Gruppe und stellt keine Gesundheitsfragen. Wichtig ist, dass im neuen Gruppenvertrag der versicherbare Personenkreis, der Verzicht auf Wartezeit und der Verzicht auf Gesundheitsprüfung schriftlich festgehalten sind.
Heikel wird es nur in wenigen Konstellationen. Damit dir kein Mitarbeiter durchs Raster fällt, achte auf diese Punkte:
So vermeidest du eine neue Gesundheitsprüfung beim Wechsel zuverlässig. Du verhandelst den Verzicht als feste Bedingung in den neuen Gruppenvertrag und wechselst die Belegschaft geschlossen statt einzeln.
Ein bKV-Gruppenvertrag hat meist eine Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten und danach eine Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres. Erst nach Ablauf der Mindestlaufzeit kannst du als Arbeitgeber ordentlich kündigen. Die genaue Frist steht in deinem Rahmenvertrag, deshalb gilt der Blick ins eigene Dokument vor jeder Planung.
Plane den Wechsel rückwärts vom Ende des Versicherungsjahres. Endet dein Versicherungsjahr am 31. Dezember und gilt eine Dreimonatsfrist, muss die Kündigung spätestens Ende September beim alten Anbieter sein. Verpasst du die Frist, verlängert sich der Vertrag oft um ein weiteres Jahr.
Damit dir keine Frist durchrutscht, hilft eine feste Reihenfolge. Schauen wir uns die wichtigsten Schritte und ihre Zeitpunkte an:
| Schritt | Zeitpunkt | Worauf du achtest |
|---|---|---|
| Rahmenvertrag prüfen | 6 bis 9 Monate vorher | Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist, Versicherungsjahr |
| Markt vergleichen | 5 bis 6 Monate vorher | Budget, Beitrag, Sublimits, Verzicht auf Gesundheitsprüfung |
| Neuen Vertrag vorbereiten | 4 Monate vorher | Verzicht auf Wartezeit und Prüfung schriftlich |
| Alten Vertrag kündigen | Frist einhalten, oft Ende September | Schriftform, Eingangsbestätigung sichern |
| Nahtloser Start neu | zum 1. des Folgejahres | keine Deckungslücke für die Belegschaft |
Wichtig ist der nahtlose Übergang. Der neue Vertrag sollte exakt an dem Tag starten, an dem der alte endet, damit kein Mitarbeiter eine Versorgungslücke hat.
Der Wechsel läuft in fünf Phasen ab, von der Bestandsaufnahme über den Marktvergleich bis zum nahtlosen Umstieg. Kern ist, dass du erst den neuen Vertrag sicher hast und dann den alten kündigst. So vermeidest du jede Lücke im Versicherungsschutz deiner Belegschaft.
Beginne mit der Bestandsaufnahme. Schreibe auf, welches Budget dein aktueller Tarif bietet, was er kostet, welche Sublimits gelten und wann das Versicherungsjahr endet. Erst mit diesen Zahlen kannst du seriös vergleichen, ob ein anderer Anbieter wirklich besser ist.
Danach folgt der strukturierte Ablauf. Die folgende Liste bringt die Schritte in die richtige Reihenfolge:
Wenn du nicht alle Tarife selbst durchrechnen willst, übernimmt das ein geführter Check für dich. Der bKV-Tarifcheck filtert nach Mitarbeiterzahl, Budget und Beitrag und zeigt passende Anbieter. Auch die Lohnbuchhaltung sollte früh eingebunden sein, Details dazu stehen im Beitrag bKV in der Lohnbuchhaltung.
Der Steuervorteil bleibt nach dem Wechsel erhalten, solange der monatliche Beitrag pro Mitarbeiter innerhalb der Sachbezugsgrenze von 50 € liegt. Die bKV gilt als Sachbezug und ist bis zu dieser Grenze steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). Diese Freigrenze gilt seit 2022 unverändert und wurde auch für 2026 nicht angehoben.
Achte beim Wechsel auf den Unterschied zwischen Freigrenze und Freibetrag. Wird die Grenze auch nur um einen Cent überschritten, ist der gesamte Sachbezug steuer- und beitragspflichtig, nicht nur der überschüssige Teil. Die 50 € gelten zudem für die Summe aller Sachbezüge pro Mitarbeiter, also etwa zusammen mit einem Tankgutschein oder einem Essenszuschuss.
Daraus ergeben sich klare Regeln für die Tarifwahl nach dem Wechsel. Diese Punkte halten dich auf der sicheren Seite:
Welches der vier Versteuerungsmodelle für deinen Betrieb passt, erklärt der Beitrag bKV und Steuer. Beispiel: Die Hallesche FEELfree 1200 kostet bei 1.200 € Budget 36,16 € im Monat und liegt damit klar unter der 50-€-Grenze, sodass der Wechsel den Steuervorteil nicht gefährdet.
Die folgende Checkliste führt dich vom ersten Zweifel bis zur Entscheidung und deckt Beitrag, Leistung, Fristen und Gesundheitsprüfung ab. Geh sie Punkt für Punkt durch, dann triffst du keine Bauchentscheidung, sondern eine auf Zahlen gestützte Wahl.
Wichtig ist die Reihenfolge. Du klärst zuerst, ob ein Wechsel überhaupt etwas bringt, und planst erst danach die Umsetzung mit Fristen und Kommunikation:
Wenn du die meisten Punkte mit einem klaren Ja beantwortest, lohnt der Wechsel. Bleiben Fragen offen, hilft ein Blick in die häufigen Fragen oder in die bKV-Grundlagen, bevor du dich festlegst. Wer noch unsicher ist, ob überhaupt gewechselt werden sollte, findet eine Einordnung im Beitrag welche bKV die beste ist.
Finde den passenden bKV-Budgettarif für dein Unternehmen.
GrundlagenEin festes Gesundheitsbudget pro Jahr, frei nutzbar für Zahn, Brille, Vorsorge und mehr: So funktioniert der Budgettarif in der bKV, was er kostet und für wen er sich lohnt.
VergleichBudgettarif oder Bausteintarif in der bKV? Du erfährst, wie beide Modelle funktionieren, was sie pro Monat kosten und welches zu deinem Team passt.