244 Budgettarife von 21 Anbietern, neutral & datenbasiert.
Vergleich starten
BarmeniaScore 9,0 · 3 Tarife
HanseMerkurScore 9,0 · 24 Tarife
AllianzScore 8,7 · 60 Tarife
HallescheScore 8,5 · 20 Tarife
SDKScore 8,5 · 3 Tarife
R+VScore 8,5 · 5 Tarife
Signal IdunaScore 8,5 · 15 Tarife
AXAScore 8,3 · 15 Tarife244 Budgettarife von 21 Anbietern, neutral & datenbasiert.
Vergleich starten
244 Budgettarife von 21 Anbietern, neutral & datenbasiert.
Vergleich starten
244 Budgettarife von 21 Anbietern, neutral & datenbasiert.
Vergleich starten

Eine gesetzliche Mindestzahl an Mitarbeitern für eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) gibt es nicht. Der Gesetzgeber schreibt dir nicht vor, ab wann du deinem Team einen Gesundheitsschutz schenken darfst. Die Hürde setzen die Versicherer selbst, und zwar in ihren Annahmerichtlinien.
Genau das macht die Frage so knifflig. Jeder Anbieter zieht seine eigene Grenze, und diese Grenzen liegen weit auseinander. Bei einem Versicherer reichen drei Personen. Beim nächsten brauchst du zehn. Einzelne Tarife gibt es sogar schon für einen einzigen Mitarbeiter, dann allerdings unter anderen Bedingungen.
Die betriebliche Krankenversicherung ist eine Zusatzversicherung, die du als Arbeitgeber für deine Belegschaft abschließt und meist auch bezahlst. Deine Leute bekommen damit Leistungen, die die gesetzliche Krankenkasse nicht abdeckt. Dazu zählen Zuschüsse für Brille, Zahnersatz, Heilpraktiker oder Vorsorge. Wie viele Köpfe du dafür mitbringen musst, klären wir jetzt Anbieter für Anbieter.
Versicherer verlangen eine Mindestzahl, weil die bKV auf dem Kollektivgedanken beruht. Du versicherst nicht einzelne Personen, sondern eine ganze Gruppe. Innerhalb dieser Gruppe gleichen sich gesunde und kranke Mitarbeiter rechnerisch aus.
Damit dieser Ausgleich funktioniert, braucht der Versicherer eine Mindestgröße. Bei zwei Personen kann ein einziger schwerer Krankheitsfall die ganze Kalkulation kippen. Bei zehn oder zwanzig Personen verteilt sich das Risiko. Dann kann der Versicherer auf die Gesundheitsprüfung verzichten, und dieser Verzicht ist der eigentliche Grund, warum die bKV für deine Mitarbeiter so attraktiv ist.
Je größer deine Gruppe, desto entspannter wird der Versicherer. Das zeigt sich an mehreren Stellschrauben, die du kennen solltest. Schauen wir uns an, was sich mit wachsender Mitarbeiterzahl für dich verbessert:
Gerade kleine Betriebe denken oft, eine bKV sei nichts für sie. Dabei reichen bei Signal Iduna schon drei Mitarbeiter, und dein Team merkt sofort, dass du dich kümmerst.
Patrick Steeger, bKV-Experte
Den günstigsten Einstieg bietet Signal Iduna mit drei Mitarbeitern. Das obere Ende bilden Hallesche und DKV mit zehn. Dazwischen liegt eine breite Gruppe, die ab fünf Mitarbeitern arbeitet, darunter Allianz und HanseMerkur.
Diese Grenzen beziehen sich auf den klassischen Kollektivvertrag, bei dem du als Arbeitgeber die Beiträge zahlst. Sie können sich je nach Tarif und Vertragsmodell leicht verschieben, geben dir aber eine verlässliche Orientierung. Schauen wir uns die Mindestzahlen der wichtigsten Anbieter samt einem echten Budgettarif an:
| Anbieter | Mindestzahl | Beispieltarif (300 € Budget) | Monatsbeitrag |
|---|---|---|---|
| Signal Iduna | ab 3 MA | GesundAKTIV+ 300 € | 13,00 € |
| Allianz | ab 5 MA | Meine Gesundheit 300 € | 13,90 € |
| HanseMerkur | ab 5 MA | BKB 300 € | 9,90 € |
| Gothaer | ab 5 MA | MediGroupAG FlexSelect 300 € | 9,90 € |
| Hallesche | ab 10 MA | FEELfree 300 € | 9,95 € |
| DKV | ab 10 MA | BonusMed Budget 300 € | 15,68 € |
| Barmenia | ab 10 MA | WellYou pure 300 € | 13,40 € |
| Nürnberger | ab 10 MA | BudgetSelect 300 (ohne Zahnersatz) | 11,70 € |
Die Beiträge gelten pro Mitarbeiter und Monat. Du siehst, dass eine hohe Mindestzahl nicht zwangsläufig teurer ist. Die Hallesche verlangt zehn Mitarbeiter, kostet aber mit 9,95 € weniger als die Allianz, die schon ab fünf startet.
Signal Iduna ist der Anbieter mit der niedrigsten Einstiegshürde im Vergleich. Schon ab drei Mitarbeitern kannst du dort einen Kollektivvertrag abschließen. Damit ist der Anbieter besonders für kleine Handwerksbetriebe, Praxen und junge Firmen interessant.
Der Tarif GesundAKTIV+ deckt die wichtigsten Budgetstufen ab. Mit drei versicherten Köpfen steigst du in ein vollwertiges Kollektiv ein, bei dem der Versicherer die Risiken über die Gruppe ausgleicht. Du musst also nicht erst auf zehn Mitarbeiter warten, um deinem Team einen echten Gesundheitsschutz zu geben.
Beispiel: Bei Signal Iduna kostet der Tarif GesundAKTIV+ mit 300 € Budget 13,00 € pro Monat und Mitarbeiter. Für ein Team aus drei Personen zahlst du also 39,00 € im Monat.
Wenn du noch unsicher bist, welche Budgethöhe zu deinem Team passt, lohnt ein Blick in den kostenlosen bKV-Tarifcheck. Dort beantwortest du ein paar Fragen und bekommst passende Tarife vorgeschlagen.
Der Kollektivvertrag versichert deine ganze Gruppe in einem Vertrag, der Einzelabschluss versichert jeden Mitarbeiter für sich. Dieser Unterschied entscheidet darüber, ob die Gesundheitsprüfung entfällt und ab wie vielen Köpfen du überhaupt loslegen kannst.
Beim Kollektivvertrag trittst du als Arbeitgeber dem Versicherer gegenüber als ein einziger Vertragspartner auf. Deine Mitarbeiter sind über deinen Rahmenvertrag mitversichert. Genau dieses Modell erlaubt den Verzicht auf die Gesundheitsprüfung, sobald die Gruppe groß genug ist. Die Mindestzahlen aus der Tabelle oben beziehen sich auf dieses Modell.
Beim Einzelabschluss schließt jeder Mitarbeiter seinen eigenen Vertrag, oft mit Gesundheitsfragen und einer normalen Risikoprüfung wie bei einer privaten Zusatzversicherung. Das funktioniert theoretisch ab einer Person, hat aber Nachteile. Schauen wir uns an, wo die beiden Modelle auseinandergehen:
| Modell | Kollektivvertrag | Einzelabschluss |
|---|---|---|
| Mindestzahl | meist ab 3 bis 10 Mitarbeitern | schon ab einer Person |
| Gesundheitsprüfung | entfällt ab einer bestimmten Gruppengröße | jeder wird einzeln geprüft |
| Vorerkrankungen | chronisch Kranke kommen mit rein | können abgelehnt werden |
| Verwaltung | ein Rahmenvertrag | viele Einzelverträge |
Wie sich die bKV danach in der Gehaltsabrechnung verbucht, liest du im Beitrag zur bKV in der Lohnbuchhaltung.
Je größer deine Gruppe, desto eher verzichtet der Versicherer auf die Gesundheitsprüfung und auf Fragen nach Vorerkrankungen. Bei sehr kleinen Gruppen sichert sich der Versicherer dagegen oft mit ein paar vereinfachten Gesundheitsfragen ab.
Der Hintergrund ist wieder der Risikoausgleich. In einer großen Belegschaft tragen viele gesunde Mitarbeiter das Risiko der wenigen kranken mit. In einer Dreiergruppe fehlt dieser Puffer. Deshalb fragt der Versicherer hier genauer nach oder verlangt, dass wirklich alle drei mitmachen. Diese verpflichtende Teilnahme nennt sich obligatorisches Modell.
Beim obligatorischen Modell versicherst du eine klar abgegrenzte Gruppe vollständig, etwa alle unbefristet Vollzeitbeschäftigten. Die Gruppe musst du nach sachlichen Kriterien bilden, die niemanden benachteiligen (§ 1 AGG). Im Gegenzug gibt es keine Gesundheitsprüfung. Beim freiwilligen Modell darf jeder selbst entscheiden. Dann steigt aber die Wahrscheinlichkeit, dass vor allem kranke Mitarbeiter mitmachen, weshalb hier eher Gesundheitsfragen kommen.
So ändern sich die geforderten Teilnahmequoten häufig mit der Gruppengröße. Diese Daumenregeln helfen dir bei der Einschätzung:
Mit weniger als fünf Mitarbeitern hast du drei realistische Wege: den Einstieg bei Signal Iduna ab drei Köpfen, einen Einzelabschluss mit Gesundheitsprüfung oder das Warten, bis dein Team gewachsen ist. Für die meisten kleinen Firmen ist der Weg über Signal Iduna der einfachste.
Hast du nur einen oder zwei Mitarbeiter, bleibt der Einzelabschluss. Der läuft mit Gesundheitsfragen, dafür kannst du ihn steuerlich genauso behandeln wie das Kollektiv. Solange der monatliche Wert der bKV pro Mitarbeiter unter der Freigrenze von 50 € bleibt, ist der Beitrag steuer- und sozialversicherungsfrei (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). Diese Grenze gilt seit 2022 unverändert auch 2026.
Wichtig dabei ist der Unterschied zwischen Freigrenze und Freibetrag. Liegst du auch nur einen Cent über 50 €, wird der ganze Betrag steuerpflichtig. Bei einem Budgettarif für 13,90 € im Monat bist du davon weit entfernt. Du hast also viel Luft nach oben. Wie die vier Versteuerungsmodelle genau funktionieren, erklärt der Beitrag zu bKV und Steuer.
Beispiel: Eine Firma mit zwei Mitarbeitern wählt die HanseMerkur mit dem Tarif BKB und 300 € Budget für 9,90 € pro Monat und Person. Das macht 19,80 € Monatskosten für beide und bleibt klar unter der 50-Euro-Grenze pro Kopf.
Wächst dein Team auf fünf oder mehr Köpfe, öffnet sich der ganze Markt. Dann lohnt es sich, mehrere Anbieter nebeneinanderzulegen. Genau dafür gibt es den Tarifvergleich, mit dem du bis zu drei Anbieter direkt gegenüberstellst.
Den passenden Anbieter findest du, indem du zuerst deine Mitarbeiterzahl mit den Mindestgrenzen abgleichst und danach Budget und Leistungen vergleichst. Die Mindestzahl ist nur der erste Filter, danach entscheiden Beitrag und Leistungsumfang.
Hast du drei oder vier Mitarbeiter, fällt deine Wahl realistisch auf Signal Iduna oder einen Einzelabschluss. Ab fünf kommen unter anderem Allianz, HanseMerkur und Gothaer dazu. Ab zehn steht dir mit Hallesche, DKV, Barmenia und Nürnberger praktisch das gesamte Feld offen.
Erst danach lohnt der Blick auf die Details. Zwei Tarife mit gleichem Budget können sich beim Beitrag deutlich unterscheiden. Schauen wir uns an, worauf du nach der Mindestzahl achten solltest:
Einen vollständigen Überblick über alle Tarife bekommst du in der Übersicht aller bKV-Budgettarife. Wenn du tiefer in die Grundlagen einsteigen willst, hilft dir der Bereich bKV-Wissen weiter. Und falls du die Einführung im Betrieb planst, lies den Leitfaden zum bKV einführen als Arbeitgeber.
Finde den passenden bKV-Budgettarif für dein Unternehmen.
GrundlagenEin festes Gesundheitsbudget pro Jahr, frei nutzbar für Zahn, Brille, Vorsorge und mehr: So funktioniert der Budgettarif in der bKV, was er kostet und für wen er sich lohnt.
VergleichBudgettarif oder Bausteintarif in der bKV? Du erfährst, wie beide Modelle funktionieren, was sie pro Monat kosten und welches zu deinem Team passt.