284 Budgettarife von 23 Anbietern, neutral & datenbasiert.
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AllianzScore 9,0 · 60 Tarife
LKHScore 9,0 · 5 Tarife
R+VScore 9,0 · 10 Tarife
VRKScore 9,0 · 3 Tarife
GothaerScore 8,7 · 26 Tarife
HallescheScore 8,5 · 20 Tarife
HanseMerkurScore 8,5 · 24 Tarife
Münchener VereinScore 8,5 · 4 Tarife284 Budgettarife von 23 Anbietern, neutral & datenbasiert.
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Ein Budgettarif ist die einfachste Form der betrieblichen Krankenversicherung (bKV). Dein Unternehmen stellt jedem teilnehmenden Mitarbeiter ein festes Gesundheitsbudget pro Jahr bereit, zum Beispiel 300, 600 oder 1.200 Euro. Aus diesem Topf bezahlt der Mitarbeiter Gesundheitsleistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nicht oder nur teilweise übernimmt.
Die betriebliche Krankenversicherung ist eine private Zusatzversicherung. Der Arbeitgeber schließt sie als Versicherungsnehmer für seine Belegschaft ab. Der Mitarbeiter ist die versicherte Person und reicht seine Rechnungen ein. Beim Budgettarif gibt es keinen festen Leistungskatalog mit Prozentsätzen für einzelne Behandlungen. Stattdessen entscheidet jeder selbst, wofür er sein Budget einsetzt.
Genau das macht den Tarif so beliebt. Der eine zahlt davon seine neue Brille, der andere die professionelle Zahnreinigung. Ein Dritter geht zum Heilpraktiker. Das Budget folgt dem, was der Mitarbeiter gerade braucht. Eine Übersicht über alle Tarifformen findest du im Bereich bKV-Wissen.
Das Budget steht jedem versicherten Mitarbeiter einmal pro Versicherungsjahr in voller Höhe zur Verfügung. Bei einem 600-Euro-Tarif kann der Mitarbeiter also bis zu 600 Euro an erstattungsfähigen Rechnungen einreichen. Sobald das Budget aufgebraucht ist, trägt er weitere Kosten in diesem Jahr selbst.
Der Ablauf bleibt unkompliziert. Der Mitarbeiter geht zum Arzt, Zahnarzt oder Optiker und bezahlt die Rechnung zunächst selbst. Danach reicht er sie beim Versicherer ein. Viele Anbieter haben dafür eine App, mit der man die Rechnung einfach abfotografiert. Die Erstattung kommt dann aufs Konto, bis das Jahresbudget erschöpft ist.
Wichtig ist die Frage nach ungenutztem Budget. Dabei gelten diese Regeln:
Aus diesem Verfall erklärt sich auch, warum die Tarife vergleichsweise günstig sind. Die Versicherer kalkulieren damit, dass ein Teil der gesunden Mitarbeiter sein Budget gar nicht oder nicht voll ausschöpft. Diese Mischkalkulation drückt den Beitrag für alle.
In der Praxis sehe ich es jeden Tag: Ein Mitarbeiter nutzt sein Budget für die Brille, der Kollege für die Zahnreinigung. Diese Freiheit ist der Grund, warum der Budgettarif bei der Belegschaft so gut ankommt.
Patrick Steeger, bKV-Experte
Ein Budgettarif erstattet die üblichen Gesundheitskosten aus dem ambulanten und zahnmedizinischen Bereich. Der große Vorteil ist die freie Wahl. Der Mitarbeiter bestimmt selbst, welche der abgedeckten Leistungen er nutzt, solange das Jahresbudget reicht.
Die meisten Tarife öffnen das Budget für ein breites Spektrum an Behandlungen. Welche Bereiche am häufigsten vorkommen, kannst du im folgenden Akkordion aufklappen:
Beim Thema Zahnersatz lohnt ein zweiter Blick. Nicht jeder Budgettarif schließt Zahnersatz automatisch ein. Beispiel: Der Tarif Nürnberger BudgetSelect 300 ohne Zahnersatz kostet 11,70 Euro im Monat bei 300 Euro Budget und lässt Zahnersatz bewusst außen vor. Wer Zahnersatz mitversichern will, prüft die Tarifbedingungen genau oder kombiniert das Budget mit einem Zahnbaustein, wie es etwa die SDK anbietet.
Im Budgettarif gibt es für die Mitarbeiter in der Regel keine Gesundheitsprüfung. Niemand muss Fragebögen zu Vorerkrankungen ausfüllen, und es gibt meist auch keine Wartezeiten. Möglich macht das der Kollektivvertrag, den der Arbeitgeber für die ganze Belegschaft oder eine klar abgegrenzte Gruppe abschließt.
Der Grund liegt im Prinzip der Versichertengemeinschaft. Weil eine größere Gruppe gemeinsam versichert wird, verteilt sich das Risiko aus Sicht des Versicherers. Gesunde und kranke Mitarbeiter sind im selben Vertrag, sodass der Anbieter auf die einzelne Risikoprüfung verzichten kann. Das ist ein echter Pluspunkt für Beschäftigte mit Vorerkrankungen, die privat oft keine bezahlbare Zusatzversicherung mehr bekommen.
Damit das funktioniert, knüpfen die Versicherer den Verzicht auf die Gesundheitsprüfung an Bedingungen:
Der Monatsbeitrag richtet sich vor allem nach der Höhe des Budgets. Ein 300-Euro-Budget gibt es bei mehreren Anbietern schon für unter 10 Euro im Monat. Ein Tarif mit 1.500 Euro Budget kostet eher um die 40 bis 50 Euro. Der Beitrag wird pro teilnehmendem Mitarbeiter gezahlt, unabhängig von dessen Alter.
Die Spanne im Markt ist groß. Einen günstigen Einstieg bietet die HanseMerkur mit dem Tarif BKB 300 für 9,90 Euro im Monat bei 300 Euro Budget. Eine günstige Konstante ist die Hallesche FEELfree, deren Beiträge seit Jahren stabil bleiben: 300 Euro Budget für 9,95 Euro, 600 Euro Budget für 19,75 Euro im Monat. Am oberen Ende der Skala liegt die Allianz Meine Gesundheit mit 49,90 Euro im Monat für 1.500 Euro Budget.
Damit du ein Gefühl für die Preise bekommst, schauen wir uns Tarife mit gleicher Budgethöhe nebeneinander an. Die folgende Tabelle zeigt ausgewählte Tarife mit 300 Euro Jahresbudget:
| Anbieter | Tarif | Budget | Beitrag/Monat |
|---|---|---|---|
| Württembergische | StartBudget 300 mit Zahnersatz | 300 € | 7,96 € |
| HanseMerkur | BKB 300 | 300 € | 9,90 € |
| Gothaer | MediGroupAG FlexSelect 300 | 300 € | 9,90 € |
| Hallesche | FEELfree 300 | 300 € | 9,95 € |
| Nürnberger | BudgetSelect 300 ohne Zahnersatz | 300 € | 11,70 € |
| Signal Iduna | GesundAKTIV+ 300 | 300 € | 13,00 € |
| Barmenia | WellYou pure 300 | 300 € | 13,40 € |
| Allianz | Meine Gesundheit 300 | 300 € | 13,90 € |
| DKV | BonusMed Budget 300 | 300 € | 15,68 € |
Wie du siehst, kostet das gleiche Budget je nach Anbieter unterschiedlich viel, weil sich Leistungsumfang und Mindestteilnehmerzahl unterscheiden. Die Württembergische ist mit 7,96 Euro besonders günstig und hat Zahnersatz dabei, während die DKV mit 15,68 Euro fast das Doppelte verlangt.
Eine ausführliche Einordnung liefert der Artikel was eine bKV pro Monat kostet. Wer alle Beiträge direkt gegenüberstellen will, nutzt den Tarifvergleich oder die Tarifübersicht.
Der zentrale Unterschied liegt in der Flexibilität. Beim Budgettarif gibt es einen einzigen Topf, aus dem der Mitarbeiter frei schöpft. Beim Bausteintarif legt der Arbeitgeber dagegen einzelne Leistungsbereiche fest, etwa Zahn, ambulant oder stationär, und versichert diese gezielt mit eigenen Erstattungssätzen.
Ein Budgettarif eignet sich, wenn du eine einfache, breit nutzbare Lösung suchst, die jeder Mitarbeiter frei einsetzen kann. Ein Bausteintarif passt besser, wenn das Unternehmen einzelne Risiken gezielt stark absichern möchte, zum Beispiel hochwertigen Zahnersatz mit klar definierten Prozentsätzen. Bausteinlösungen sind im einzelnen Bereich oft leistungsstärker, dafür weniger flexibel.
Die wichtigsten Unterschiede stehen in dieser Übersicht:
| Modell | Budgettarif | Bausteintarif |
|---|---|---|
| Nutzung | Ein freier Topf für alles | Feste Bereiche je Baustein |
| Flexibilität | Hoch, Mitarbeiter wählt selbst | Gering, Bereiche vorgegeben |
| Leistungstiefe | Breit bis Budgethöhe | Im Bereich oft sehr stark |
| Verwaltung | Einfach | Aufwendiger |
Welche Form für dein Unternehmen besser passt, hängt von Belegschaft und Ziel ab. Eine ausführliche Gegenüberstellung mit Beispielen findest du im Artikel Budgettarif vs. Bausteintarif. Eine erste Orientierung gibt auch der geführte bKV-Tarifcheck.
Der Beitrag zur bKV lässt sich in den meisten Fällen steuer- und sozialabgabenfrei an die Mitarbeiter weitergeben. Möglich macht das die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro je Mitarbeiter (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG). Bleibt der Beitrag unter dieser Grenze, fallen für den Mitarbeiter weder Lohnsteuer noch Sozialabgaben an.
Da die meisten Budgettarife deutlich unter 50 Euro im Monat liegen, passt der gesamte Beitrag in diese Freigrenze. Auf der Lohnabrechnung taucht die bKV dann mit 0 Euro im steuer- und sozialversicherungspflichtigen Einkommen auf. Für den Arbeitgeber sind die gezahlten Beiträge zusätzlich als Betriebsausgaben absetzbar.
Ein wichtiger Punkt bei der 50-Euro-Grenze betrifft ihre Funktionsweise. Es handelt sich um eine Freigrenze, nicht um einen Freibetrag. Wird sie in einem Monat auch nur um einen Cent überschritten, etwa weil noch andere Sachbezüge wie eine Tankkarte dazukommen, wird der komplette Betrag steuerpflichtig. Daher behält die Lohnbuchhaltung alle Sachbezüge zusammen im Blick. Welche Versteuerungsmodelle es gibt und wie die Buchung läuft, erklären die Artikel bKV und Steuer sowie bKV in der Lohnbuchhaltung.
Finde den passenden bKV-Budgettarif für dein Unternehmen.
Für ArbeitgeberIm Bau- und Ausbaugewerbe wechselt mehr als jede dritte Fachkraft pro Jahr den Betrieb. Wie hoch die Fluktuation in Sanitär- und Heizungsbetrieben wirklich ist, was jeder Abgang kostet und mit welchen Maßnahmen du sie spürbar senkst.
Für ArbeitgeberIm Bauhauptgewerbe wechseln jedes Jahr 36,5 Prozent der Beschäftigten, in Hoch- und Tiefbauberufen sogar 42,5 Prozent. Was jeder Abgang deinen Betrieb kostet und mit welchen Hebeln du gegensteuerst, liest du hier.

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